Spielt – spielt sonst sind wir verloren.

 

(Frei nach Pina Bausch die sagte: kannst tanzt sonst sind wir verloren)

 

Spielen ist eine zweckfreie Tätigkeit, die aus dem Moment heraus entsteht, genau das Passende ist, was einem entspricht, gut tut und kein Ziel verfolgt.  Das Ende ist offen, das Spiel kann sich ständig verändern und die Richtung wechseln – es ist ein offener Prozess.

Auch wenn es zweckfrei ist, ist es doch nicht sinnlos – es ist sinnvoll, macht das JETZT sichtbar. Es kommt etwas zum Vorschein, kann überraschen, einen ins Staunen bringen über die ungeahnten Möglichkeiten.

Man folgt eine Spielspur, solange sie „heiß“ ist – man kann die Richtung ändern, wenn es nicht mehr reizt – anderes spielen wenn das dann „heiß“ ist.  Spiel voller Bewegung, Gefühl beflügelt, regt an ist poetisch, ist ein „Gegengift“ gegen den Verzweckung des Alltag, die Ökonomisierung, Effizienzsteigerung, und damit auch ein Gegenüber zur Rationalisierung – Verkopfung…

Man kann durch Spiel eine andere Lebenshaltung entwickeln – man nimmt auf, was einem entgegenkommt, vielleicht zufällig  und man kann im Spiel darauf antworten.

Leichtigkeit und Heiterkeit entsteht, weil man nichts MUSS sondern vieles KANN. Auch „in direkter Zusammenhangslosigkeit“ weiterspielen.

Eine Mitspielerin sagte, wenn man nicht spielt wird man so kalt.

Mach mal aus dem Alltag ein Spiel, indem Du Gewohntes mal anders tust z.B. beim Zähneputzen Grimassen schneiden, oder in der Küche die Dinge neu ordnen, mal witzig zueinander stellen oder mal volle Unordnung herstellen.

 

Christoph Riemer 7/2021

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