Glücksausschüttung
Angereist mit einer klaren Vorstellung – ausprobieren – es klappt nicht – totale Blockade – der Arbeitsprozess gerät ins Stocken – das Glück wird löchrig – wie komme ich wieder in den Fluss der Dinge – etwas loswerden – das Ultramarin, meine Farbe, wegwerfen – ungeheuere Energie wird freigesetzt – abends noch die Knarre – und dazwischen die Hände reinigen – es duftet/stinkt nach Nitroverdünnung – so langsam kommt das Glück wieder hervor – die Löchrigkeit lässt das Ausschütten zu – eine Glücksausschüttung – und das ganze ohne Anstrengung – noch mal und noch mal – splishsplash – wow – das ist es – und dann noch ein neuer Foto – mannomann, was der kann – pures Glücksgefühl – nochn Foto – Spuren sichern – dabei verflüchtigt sich der Eindruck, sobald ich ihn versuche, festzuhalten – es bleibt dabei – das Glück wird ausgeschüttet – Nebenspuren werden zur Spielanregung für den Fortgang – es geht doch! – Geschmack ist zufällig, flüchtig, intensiv – es knallt – überfloatet und durchfloatet alles – Dauerzustand wäre zum kotzen!
Hartmut Lotz