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Soll man durch Playing Arts KünstlerIn werden?

Nein. Obschon die zeitgenössischen Künste ein wichtiges Impulsfeld für Playing Arts darstellen, geht es hierin doch nicht darum, Teilnehmende zu „Künstlern“ zu machen. Es geht um die Ermöglichung ästhetischer Bildung, um die Bereicherung der eigenen Selbstentwicklung und des eigenen Lebens durch ästhetische (Selbst)Gestaltungen, im weiteres Sinne um ein Entwickeln von „Lebenskunst“, aber nicht um die Ausbildung zum/zur KünstlerIn. KünstlerInnen betrachten ihre Arbeit als Kern ihrer beruflichen und persönlichen Identität, auch weil sie sich solchen Tätigkeiten überwiegend widmen und weil sie eine engagierte jahrelang fortgesetzte Entwicklung ihres Ausdrucks erringen. Es wäre anmaßend, die Erfahrung ästhetischer Praxis von Playing Arts Beteiligten, die für die meisten ergänzend (oder auch peripher) zu ihren Selbstdefinitionen steht, mit solcher absoluter Widmung von KünstlerInnen an Kunst gleichzusetzen.

Kunst selber will ja aber Impulse für die Rezipienten und deren Leben geben und diese werden in Playing Arts Prozessen bewusst aufgenommen. Das geschieht über die vielen Themen und Medien und Arbeitsweisen, die in den Künsten aufgegriffen und genutzt werden. Diese können hier nicht im Einzelnen in ihrer Bedeutung aufgefächert werden. Die Individuen und Gruppen, die Playing Arts Projekte durchführen, suchen sich dort selbst ihre Bezugspunkte.

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