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Was bedeutet der Name Playing Arts?

Der Name steht für ein Zusammenhang von Spiel und Spielen (Playing) und Kunst (Art). Man könnte sagen: Playing Arts ist das Spiel der Kunst und die Kunst des Spiel. Mit "Kunst" oder "Art" ist aber nicht gemeint, das alle Mitspielenden Künstler wären oder werden müssten. Playing Arts ermöglicht, dass interessierte Menschen ihre ästhetischen Gestaltungen umsetzen (oder ihre Leben ästhetisch gestalten) ohne sich sofort an hohen Kunstansprüchen zu messen, aber auch ohne sich in Selbstüberschätzung sofort als KünstlerIn zu stilisieren (sihe Frage: Soll ich da KünstlerIn werden?). Es geht darum mit Impulsen der Künste spielerisch den eigen Alltag, die eigen Entwicklung, das eigene Leben zu bereichern. Statt die Kunst nur - z.B. im Museum - zu bestaunen, fordert Playing Arts auf sie selber zu machen, ohne gleich damit "ins Museum" zu wollen.

Mit Spiel ist das ernste, gleichzeitig selbstbezogene und selbstvergessene, experimentierende Spiel von Kindern gemeint und nicht "kindisches" Herumalbern von Erwachsenen. Wie Spiel charakterisiert sich Playing Arts durch das "Moment der Freiheit", das von äußeren Zwang und Zweck entbindet. In Playing Arts Projekten erfüllen sich die Spielenden selbstgesetzte innere Zwecke und nicht fremde von außen gesetzte. Spiel steht für Experiment, offenen Ausgang, Aneignung von Selbst und Welt, Freiheit und Freiwilligkeit, Selbstbestimmung und Selbstentwicklung. Spiel wird hier verstanden als "ernstes so-tun-als-ob": man gestaltet Projekte, die sich auf das Leben (oder Selbst) beziehen, aber ohne Realitätsdruck und -Zwang, sie sind ernst und gleichzeitig als "als ob" markiert. Man kann etwas probieren, ohne dass es "sofort etwas sein muss".

Playing Arts ist ein offenes Prinzip, das nicht exklusiv ist. Es teilt viele Überzeugungen mit anderen theoretischen und praktischen Positionen ästhetischer Bildung und der Verbindung von Kunst und Leben. Playing Arts benutzt diese Selbstbezeichnung als Abkürzung für die beschreiben Haltung, die jeweils aber sehr unterschiedlich und individuelle umgesetzt werden kann. Tut man dies unter Verwendung des gemeinsamen "Kennwortes" Playing Arts stellt man einen Bezug zu Anderen her, die sich auch an dieser Haltung und Praxis orientieren arbeiten (wie unterschiedlich dies auch immer sein mag).
 

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