alle Fotos © Olympia

Was ist der geheime Plan?

Es ist unmöglich für Insider zu benennen, was der geheime (Lehr-)Plan, oder die unterschwellige Werte und Normen der eigenen „Systems“ (hier von Playing Arts) sind. Der blinde Fleck kann nicht selber gesehen werden, denn dann wäre er keiner.

Wir können vielleicht gerade noch erkennen, wer nicht oder nicht mehr mitmacht; daraus ließen sich Hinweise auf die unterschwelligen Setzungen (und Ausschließungen) von Playing Arts und seiner Aktiven ziehen.

 

Nicht kommen

  • Menschen, die eine klare Anleitung wollen („Wie geht aquarellieren?“);
  • Menschen, die sich gerne über eine vorgegebenen Form ausdrücken wollen (etwa eine Rolle in einem Theaterstück übernehmen);
  • Menschen, die schon so viel wissen und hauptsächlich (be)lehren wollen;
  • Menschen, die die Aufforderung, ihre eigenen Ideen zu entfalten, als Zumutung empfinden;
  • Menschen, die sich nicht den Unsicherheiten eigener Suchbewegungen aussetzen wollen;
  • Menschen, die Spiel für Kinderkram halten;
  • Menschen, die zeitgenössische Künste ablehnen;
  • Menschen, die ohnehin schon ihre Gestaltungen realisieren und das nicht mit Anderen in Kontakt tun/austauschen wollen;
  • Menschen, die wollen, dass sich andere ihren Gestaltungskonzepten zur Verfügung stellen (z.B. Regisseure)

[zurück auf Bild oder FAQ klicken]

 

Playing Arts vertritt eine Grundannahme, die davon ausgeht:

  • dass die Individuen gestalterische Ausdruckspotentiale haben,
  • dass es für sie anregend, befriedigend, entwicklungsfördernd, stärkend ist, diesen Ausdruck „zum Sehen“ zu bringen, also ihn zu realisieren (statt zu phantasieren)
  • dass die Personen selber die Themen/Inhalte und Medien ihres Ausdrucks „kennen“  und oder beim Spielen finden und falls nötig sich die Kompetenzen, Techniken, o.ä. aneignen, die notwendig sind, um das eigene Thema umzusetzen;
  • dass die Individuen zwar nicht genialistische Selbstschöpfungen sind, sondern sich anderen Menschen und äußeren Bedingungen (incl. Begrenzungen) verdanken, aber dass es doch etwas an der Person gibt, was als Eigenes, als Individuelles, als Unverwechselbares bezeichnet werden kann und das sich in der eigensinnigen Aneignungsweisen und Gestaltungen zeigt;
  • dass es trotz des Bewusstseins um die Bedingtheit und Begrenztheit des Eigenen, für die Personen befriedigend, stärkend und entwicklungsförderlich ist, sich auszudrücken und (sich und seine Themen) zu gestalten;
  • dass man sich nicht komplett neu erfinden kann, aber sich neu entdecken und überraschen kann;
  • dass man sich irritieren, also gewohnte Muster verunsichern und neue entwerfen kann;
  • dass es man von vielen Zwängen und Einflüssen abhängig ist, aber doch (zumindest kleine) Freiheitschancen entfalten kann.